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Anlaufschutz für Standbohrmaschinen

Absicherung gegen Start mit reißfestem Handschuh

An Standbohrmaschinen und Fräsen ist das Tragen von Handschuhen untersagt. Grund dafür ist die Gefahr, dass sich der Handschuh am Bohrfutter verfängt. Die Fasern von reißfesten (Kevlar-) Handschuhen geben dabei kaum nach und ziehen bzw. drehen die Hand um das Bohrfutter ein. Dabei kann es zu schweren Verletzungen wie Knochenbrüchen oder sogar dem Verlust ganzer Finger kommen.

Der Taster SPS-3SB-NIR mit Hauterkennungsfunktion wurde entwickelt, um den Bediener daran zu erinnern die Handschuhe abzulegen. Der Taster erfasst bei Betätigung das Oberflächenmaterial des Fingers und gibt den Start der Maschine nur bei direktem Hautkontakt frei.

Durch die verbreitete 22mm-Bauform lässt sich der Taster auch zur Nachrüstung von bestehenden Maschinen verwenden. Dabei ist lediglich der etwas größere Platzbedarf und die Notwendigkeit einer Gleichspannungsquelle mit 12V bis max. 60V zu beachten.

Die Hauterkennung ist durch ein optisches Messverfahren umgesetzt. Die Haut muss also sichtbar sein, damit sie vom Taster erkannt wird. Anwendungen bei denen die Finger schwarz vor Dreck werden eignen sich daher nicht für den Einsatz. Davon abgesehen kann der Taster für alle Anwendungen eingesetzt werden, egal ob Holz, Kunststoff, Blech oder andere Werkstoffe verarbeitet werden.

Das Verfahren wurde bereits erfolgreich durch das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherungen (IFA) erprobt.

Komplettaufbau2_frei_klein.jpg
Modul SPS-3SB-NIR

sps-loop.gif
Nachrüstung möglich