Füllstandsmessung im Ex-Bereich – Tanks, Behälter und Silos sicher überwachen
Die Füllstandsmessung im Ex-Bereich gehört zu den anspruchsvollsten Messaufgaben der Prozessindustrie. Wo brennbare Lösemittel, Stäube oder Gase auftreten, darf ein Sensor unter keinen Umständen zur Zündquelle werden – und muss trotzdem zuverlässig und über Jahre wartungsarm arbeiten. Tippkemper-Matrix entwickelt und fertigt seit Jahrzehnten explosionsgeschützte Sensorik für genau diese Aufgaben und liefert Lösungen, die auf Ihre Anlage abgestimmt sind statt von der Stange zu kommen.
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Warum Ex-Bereiche eine eigene Sensorik erfordern
In klassifizierten Zonen reicht ein Standardsensor nicht aus. Zündschutzarten wie Eigensicherheit oder druckfeste Kapselung, dokumentierte Temperaturklassen und eine lückenlose Zertifizierung nach ATEX und IECEx sind Voraussetzung dafür, dass die Anlage überhaupt betrieben werden darf. Hinzu kommen die realen Bedingungen im Prozess: aggressive Medien, Anhaftungen an der Behälterwand, Kondensat, Schaum oder wechselnde Produktfarben. Ein Messverfahren, das im Labor funktioniert, scheitert im Kessel oft an genau diesen Details. Deshalb beginnt jedes Projekt bei uns mit der Frage nach dem Medium – nicht nach dem Katalog.
Typische Anwendungen der Füllstandsüberwachung
Die Grenzstandüberwachung in Zone 0 und Zone 1 sichert Behälter gegen Überfüllung und Trockenlauf ab und ist damit häufig sicherheitsrelevanter Bestandteil der Anlagensteuerung. Bei der Silofüllstandsmessung geht es dagegen meist um größere Distanzen und um staubbelastete Atmosphären, wie sie in der Zement-, Holz- und Futtermittelindustrie auftreten. In Biogasanlagen wiederum stehen Feuchtigkeit, Schwefelwasserstoff und Schaumbildung im Vordergrund, während in der Chemie und Pharmazie die Beständigkeit der medienberührenden Teile und die Reinigbarkeit entscheiden.
Zwei Sonderfälle begegnen uns besonders oft: die Schaumerkennung im Behälter, bei der eine Schaumschicht nicht fälschlich als Produktoberfläche interpretiert werden darf, und die Erkennung der Phasengrenze zwischen zwei nicht mischbaren Flüssigkeiten. Beide Aufgaben lassen sich mit optischer Sensorik sehr präzise lösen, weil sie auf Änderungen des Brechungsindex und der Lichtdurchlässigkeit reagiert statt auf Dichte oder Leitfähigkeit.
Messprinzipien im Überblick
Optische Verfahren erfassen den Füllstand berührungslos oder über einen in das Medium eintauchenden Lichtleiter. Für die punktgenaue Grenzstanderkennung direkt im Behälter hat sich die Füllstandsanzeige mit Glasstab bewährt: Sie arbeitet ohne bewegte Teile, ist chemisch außerordentlich beständig und lässt sich einfach reinigen. Geht es um kontinuierliche Messung über größere Distanzen, etwa in Silos oder hohen Tanks, kommen explosionsgeschützte Laserdistanzsensoren zum Einsatz. Für Aufgaben, die sich mit keinem Standardgerät abbilden lassen, entwickeln wir Sondersensoren auf Basis Ihrer Prozessdaten.
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Zertifizierung nach ATEX und IECEx bis hin zu den anspruchsvollsten Zonen
- Berührungslose oder chemisch beständige Messung ohne bewegte Teile
- Unempfindlich gegenüber Anhaftungen, Schaum und wechselnden Medienfarben
- Lange Standzeiten und minimaler Wartungsaufwand im laufenden Betrieb
- Kundenspezifische Anpassung von Optik, Gehäuse und Prozessanschluss
- Entwicklung, Fertigung und Support aus einer Hand in Deutschland
Beratung zu Ihrer Messaufgabe
Jede Füllstandsaufgabe im Ex-Bereich hat ihre eigenen Randbedingungen. Beschreiben Sie uns Medium, Zone, Behältergeometrie und die geforderte Messgenauigkeit – wir schlagen Ihnen das passende Messprinzip vor und prüfen, ob ein Seriengerät ausreicht oder eine Sonderlösung sinnvoller ist. Jetzt Anfrage stellen oder direkt Kontakt aufnehmen.
Für Zone 0 sind ausschließlich Sensoren in eigensicherer Ausführung mit entsprechender ATEX- beziehungsweise IECEx-Bescheinigung zulässig. Entscheidend ist neben der Gerätekategorie auch die Temperaturklasse und die Explosionsgruppe des vorhandenen Mediums.
Ja. Optische Grenzstandsensoren werten die Änderung der Lichtbrechung an der Sensorspitze aus und sind damit weitgehend unabhängig von Farbe und Trübung des Mediums.
Schaum hat eine deutlich geringere optische Dichte als die Flüssigkeit selbst. Ein optischer Sensor spricht erst beim Eintauchen in die zusammenhängende Flüssigphase an und ignoriert die darüberliegende Schaumschicht.
