Überfüllsicherung für Industrie-Holzhackschnitzelöfen
– Grenzstand berührungslos überwachen
Eine Überfüllsicherung überwacht den oberen Grenzstand im Zwischenbehälter zwischen Brennstofflager und Feuerung – je nach Anlagenbauer auch Tages- oder Stokerbehälter genannt. Wird der Grenzstand erreicht, schaltet sie die Nachförderung ab. Das hält den Behälter im Arbeitsbereich und, wichtiger, die Trennstelle zur Feuerung frei.
Die Hochleistungslichtschranke ILG-260 löst diese Aufgabe berührungslos: eine Einweglichtschranke mit Gas- und Staub-Ex-Zulassung für die Zonen 1 und 21 nach ATEX und IECEx, Infrarot 850 nm, mindestens 30 Meter Reichweite, Metallgehäuse M30 und Schutzart IP 67. Sie ist die Weiterentwicklung der ILS-260 aus der Tunnelofenindustrie und hat sich als Überfüllsicherung in Holzhackschnitzelheizungen bereits vielfach bewährt.
Warum eine Überfüllung sicherheitsrelevant ist
Der Rückbrandschutz einer Biomassefeuerung beruht darauf, den Stoffstrom zu trennen. Übliche Mittel sind die Fallstufe, die Zellenradschleuse und der Absperrschieber, ergänzt um Löschwassersysteme, die bei Übertemperatur ansprechen. Alle diese Einrichtungen haben eine gemeinsame Voraussetzung: Sie wirken nur, solange die Trennstelle tatsächlich frei ist.
Läuft der Zwischenbehälter über und staut sich der Brennstoff bis in die Förderstrecke zurück, entsteht eine durchgehende Brennstoffsäule vom Feuerraum bis ins Lager – genau der Weg, den der Rückbrandschutz verhindern soll. Die Überfüllsicherung ist damit keine Komfortfunktion, sondern die Voraussetzung dafür, dass die eigentliche Schutzeinrichtung wirken kann.
- Freie Trennstelle: Fallstufe und Zellenradschleuse bleiben als Brandbarriere wirksam
- Kein Rückstau in die Förderschnecke: keine Blockade, keine Überlastung des Antriebs, keine Reibungswärme an verklemmtem Material
- Kein Überlaufen des Behälters: kein Brennstoff auf Antrieben, Lagern und im Heizraum
- Definierter Betriebspunkt: gleichmäßige Beschickung statt wechselnder Schütthöhe


